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Mehr Infos zur Ausstellung

Mehr Informationen  zur Ausstellung: www.lwl-industriemuseum.de

 

Bilder aus der Ausstellung »Gute Arbeit«, durch Klick vergrößerbar.

Begleitveranstaltungen

Flyer Gute Arbeit

Sie sind herzlich zu den Veranstaltungen eingeladen. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich, für die Teilnahme fällt der Museums-Eintritt an. Einen Flyer mit allen Veranstaltungen im .pdf-Format können Sie hier herunterladen.

 

»Gute Arbeit«

 

Die Ausstellung in Kooperation von Arbeit und Leben Herford mit dem LWL Industriemuseum Lage war 2011 im Industriemuseum zu sehen

 

Arbeit bestimmt in der heutigen Gesellschaft immer noch einen großen Teil des Lebens. Sie dient nicht nur dem Broterwerb, sondern die Menschen definieren ihre Lebenszufriedenheit auch über die Sinnhaftigkeit und die Qualität ihrer Arbeit. Die Ausstellung geht den An­sprüchen und Erwartungen an Arbeit aus historischer und aktueller Sicht nach und möchte den Besucher damit anregen, über die eigenen Vorstellungen von Arbeit nachzudenken.

In drei Abteilungen widmet sich die Ausstellung den miteinander verbundenen Aspekten:

Arbeitsbelastungen in historischen Arbeitswelten, am Beispiel von Zieglern und Bergleuten, Sekre­tärinnen und Stahlarbeitern.

Aktuelle Veränderungen der Arbeitswelt durch zunehmend psychiche Belastungen, prekäre Arbeitsver­hältnisse, Leiharbeit und Schein­selbständigkeit. Stellvertretend werden hier unter anderem Porträts von Redakteuren und Werkzeugmachern, Verkäuferinnen und Köchen vorgestellt.

Die beiden vorherigen Bereiche werden in der dritten Abteilung zusammen gefasst: Sie fragt nach den Traumberufen der Besucherin­nen und Besucher. Ausstellungs­idee ist hier, einige Traumberufe herauszugreifen und zu betrachten: Wie viel vom »Traum« des Traumberufs findet sich in der Realität wieder? Fragestellungen für den Besucher sind dabei die eigenen Ansprüche und Erwar­tungen an »Gute Arbeit«: Wann bin ich selbst zufrieden mit meiner Arbeit? Wie müssen die Arbeitsbedingungen gestaltet werden, um dieser Erwartungen zu erfüllen? Was kann ich selbst tun, um diesen Erwartungen gerecht zu werden?  Sind die Anforderungen an Arbeit bei jedem Menschen gleich? Die Besucher sollen hier selbst aktiv werden können und ihre Vorstellungen und Ansprüche an »Gute Arbeit« definieren und diskutieren.

 

Begleitprogramm | In Kooperation mit Landschaftsverband Westfalen-Lippe und ver.di Bildungsstätte Das Bunte Haus

»Meine Zeit ist mein Leben!«

Warum Stress und Burnout in der modernen Arbeitswelt um sich greifen. Vortrag mit Stephan Siemens

Die Existenz von Stress und Burn­out zeigt, dass sich die Menschen mit den Anforderungen, die die neuen Formen der Arbeitsorganisation stellen, nicht so auseinandersetzen können, dass sie sich selbst aus der Arbeit   zurückgewinnen und abgrenzen können. Obwohl es ihre eigene Lebens- und Arbeitstätigkeit ist, verlieren viele Be­schäf­tigte – und oft gerade die für die Unternehmen Wert­vollsten – in dieser Form der Arbeits­organisation sich selbst. Sie müssen nicht lernen, sich selbst besser zu managen. Es bedarf im Gegenteil der Ausein­an­der­setzung mit dem Management, dem man im eigenen Leben Grenzen zu setzen lernen muss. Es bedarf der Aneig­nung des eigenen Lebens. Dazu soll die Veran­staltung einen Anstoß geben.

Der Philosoph und Burn-Out-Experte Stephan Siemens setzte sich acht Jahre lang in einem interdisziplinären Projekt mit neuen Formen der Arbeitsorganisation auseinander. Die theoretischen Überlegungen wurden auch in der betrieblichen Praxis – insbesondere bei IBM – genutzt.

 Sonntag, 27. März 2011, 14 - 16 Uhr, LWL Industriemuseum Lage

Bin ich Arbeit?

Theater: Auswirkungen der neuen Arbeitswelt

Eine Theatergruppe zeigt die Auswirkungen der neuen Arbeits­welt auf den Arbeitsmarkt. Ein Kulturprojekt, das unterstützt von der Gewerkschaft ver.di, dem Kulturamt der Stadt Köln und anderen Initiativen, kritisch hinterfragt was denn überhaupt der Arbeitsmarkt ist. Was oder wer wird da vermarktet? Wie können wir Einfluss nehmen auf die Welt in der wir arbeiten?

Das Ziel des Projektes ist es, die Bedeutung von Arbeit für den Einzelnen herauszuarbeiten und abstrakten Begriffen wie »Arbeits­markt«, »Arbeit« und »Arbeits­losigkeit« mit den Mitteln des Theaters eine konkrete Bedeutung und damit ein sinnlich nachvollziehbares Ansehen zu geben. Dadurch werden Hand­lungsopt­ionen für den Umgang mit den Veränderungen von Arbeit und Beschäftigung in unserer Gesellschaft aufgezeigt.

  Sonntag, 10. April 2011, 14 - 16 Uhr, LWL Industriemuseum Lage

Gute Arbeit

Was ist das eigentlich für mich?

Irmhild Rüffer, Bildungsreferentin und DGB Beraterin im Themenfeld »Gute Arbeit«, wird mit den TeilnehmerInnen der Frage nachgehen, was gute Arbeit für den Einzelnen bedeutet. Hierbei werden die unterschiedlichen Sicht­weisen und Erfahrungen aus der eigenen Lebens- und Arbeitswelt deutlich und in lebendiger Art und Weise Erwartungen und Wünsche für die Zukunft deutlich.

  Sonntag, 10. Juli 2011, 14 - 16 Uhr, LWL Industriemuseum Lage

Gelebte Solidarität geht anders!

Markus Breitscheidel lebte undercover ein Jahr am Existenzminimum

Der Journalist und Autor Markus Breitscheidel lebte undercover mehr als ein Jahr am Exis­tenz­limit von Hartz IV und Mini-Löhnen. Mit seinem erschütternden  Bericht »Arm durch Arbeit«, aus dem er lesen und berichten wird, analysiert er die persönlichen und gesellschaftlichen Aus­wirkungen der staatlich subventionierten Billiglohnpolitik. Das ist alles Andere als »Gute Arbeit«.

  Sonntag, 11. September 2011, 14 - 16 Uhr, LWL Industriemuseum Lage